![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Jahrbuch Jugendforschung |
InhaltsverzeichnisVorwort der Herausgeber Thema A: Jugendliche und ihre Peer-Group-Kommunikationen (Gastherausgeber: Klaus Neumann-Braun)
Klaus Neumann-Braun Arnulf Deppermann/Axel Schmidt Jannis Androutsopoulos Rebecca Branner Thema B: Forschungen zur Schülerkultur
Heiner Meulemann/ Jürgen Zinnecker Jeanette Böhme Heinz Günter Holtappels Trends
Klaus Boehnke Internationale Berichte
Manuela du Bois-Reymond Hermann-Günter Hesse Manfred Liebel Titel
Einzelbesprechung: Die aktuelle Shell-Jugendstudie Einzelbesprechung: Jugendgangs in den USA und Europa Projekte
Hilke Rebenstorf, Karin Weiss und Hans Oswald SiZe-self made: Die Kinder- und Jugendstudie des Siegener Zentrums für Kindheits-, Jugend- und Biografieforschung Jugendliche und Medien - eine Übersicht Jugend und Gesundheit - eine Übersicht Klassiker
Jürgen Reulecke Eduard Spranger Autorinnen und Autoren |
Das dritte JahrbuchMit dem Band 2003 liegt das dritte Jahrbuch für Jugendforschung vor. Da wir im Jahr 2001 mit dem ersten Band ansetzten, ist das Jahrbuch so alt wie das neue Jahrhundert - und wird aller Voraussicht nach (und hoffentlich) im gleichen Rhythmus wie dieses voranschreiten. Es erscheint angebracht, aus diesem Anlass einen kurzen Blick zurück und einen nach vorn zu werfen. Zunächst der Rückblick. Mit dem ersten Jahrbuch hatten wir uns ein an-spruchsvolles Ziel gesetzt. Im Vorwort der Herausgeber heißt es programma-tisch: "Ziel ist, den Forschungsbereich Jugendforschung mit einer interdisziplinären, aber auch internationalen Orientierung weiter zu konsolidieren sowie langfristig Qualitätsstandards zu gewährleisten. Das Jahrbuch Jugendforschung plant lesbare Texte mit Praxisrelevanz." (S. 9) Ist uns das gelungen? Eine selbstkritische Selbst-Evaluation kommt zu unter-schiedlichen Ergebnissen. Die Interdisziplinarität erscheint uns rundum gut gelungen. Sie begann mit der entsprechenden Zusammensetzung des wissenschaftlichen Beirates und sie lässt sich in den Beiträgen aller drei Jahrbücher gut nachzeichnen. Als Autoren und Autorinnen finden wir u.a.: Schulpädagogen, Historiker, Entwicklungspsychologen, Pädagogische Psychologen, Soziologen, Politik-wissenschaftler, Kultur-, Medien- und Kommunikationswissenschaftler. Etwas schwieriger ist es, die internationale Orientierung zu bewerten. Sehr erfolgreich war das Jahrbuch mit der Einwerbung von internationalen Länder-darstellungen und internationalen Übersichtsberichten. So lassen sich Berichte über die europäische Jugendforschung in den Niederlanden, in Portugal oder Frankreich finden. Wir erfahren etwas über Jugendbanden und Straßencliquen in Zentralamerika, über Werthaltungen Jugendlicher im internationalen Ver-gleich oder über verschiedene Jugenden in einem Großkontinent wie Asien. Aber - nahezu alle Autoren und Autorinnen sind, wie immer international er-fahren, letzten Endes in der deutschen Wissenschaftsgemeinde zu Hause. Was dem Jahrbuch also bislang fehlt, ist die Resonanz internationaler, nicht deut-scher Kollegen und Kolleginnen im Jahrbuch. Hier darf, unter tätiger Mithilfe des Beirates und der interessierten Leser nachgebessert werden. Was die Qualitätsstandards angeht, möchten die Herausgeber insbeson-dere auf die methodisch inspirierten Artikel verweisen. Hier gibt es offenbar einen besonderen Bedarf an Schreib- und Diskursraum. Nach unserer Ein-schätzung weisen die ersten drei Bände des Jahrbuches sowohl methodenkri-tische wie methodeninnovative Beiträge auf. Wir verweisen für ersteres bei-spielhaft auf die Kritik von Trendaussagen in repräsentativen Jugendsurveys (Bd. 1) oder auf die "Mythen" populationsorientierter Längsschnittuntersu-chungen (Bd. 2) hin. Die innovative Seite kommt insbesondere im Thema A der "Kommunikationskultur von Jugendlichen" zum Tragen (dieser Band), in dem kommunikations- und sprachwissenschaftliche Gesichtspunkte für die Jugendforschung geltend gemacht werden. Der schwierigste Punkt ist gewiss unser zusätzlich erklärter Anspruch, "lesbare Texte mit Praxisrelevanz" zu präsentieren. Das verträgt sich offen-kundig nicht immer mit den Ansprüchen, die aus der Wissenschaftsgemeinde der Jugendforschung an uns herangetragen werden. Wir haben nicht zuletzt aus diesem Grund den Titel geändert. Es heißt "Jahrbuch Jugendforschung" und nicht, wie ursprünglich geplant, "Jahrbuch für Jugend und Jugendfor-schung". Die Konsolidierung des Feldes der Jugendforschung und seiner me-thodischen und theoretischen Grundlagen wird auch künftig für uns Vorrang haben müssen. Die Rubriken, die wir dem Aufbau der einzelnen Jahrbücher zugrunde legen, haben sich insgesamt bewährt. Ab und an nehmen wir uns die Freiheit, eine Rubrik (beispielsweise Thesen in diesem Band) ausfallen zu lassen. Es werden von Zeit zu Zeit aber auch neue hinzukommen. So wie in diesem Jahrbuch, wo wir mit einem Text von Eduard Spranger aus dem Jahr 1950 und einer Einführung von J. Reulecke die Rubrik Klassiker eröffnen. Diese Rubrik soll fortgesetzt werden. Die Herausgeber möchten daher die Leser und Leserinnen ausdrücklich dazu auffordern, uns Autoren/Autorinnen und Texte zu nennen, die in ihren Augen künftig dem Kanon von Klassikern der Jugendforschung zugerechnet werden sollten. Auf eine weitere Neuerung möchten wir ausdrücklich aufmerksam ma-chen. Mit Band 3 führen wir die Institution der Gastherausgeber ein. Dieses Mal sind wir dem Beiratsmitglied K. Neumann-Braun zu Dank verpflichtet. Er nutzte seine Forschungskontakte, um die Leser und Leserinnen mit der sprach- und kommunikationswissenschaftlichen Jugendforschung bekannt zu machen - einem mittlerweile jenseits der tradierten sozialwissenschaftlichen Jugendforschung florierenden Forschungszweig. Die Institution des Gastherausgebers lenkt unseren Blick auf den stattli-chen wissenschaftlichen Beirat des Jahrbuches und seine Funktion. Der Beirat war insgesamt recht aktiv, indem er uns Beiträge aus der eigenen Forschungs-werkstatt oder der von jüngeren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zur Verfü-gung stellte. Was künftig stärker betont werden sollte, ist - wie gesagt - die Internationalität des Beirates und die Möglichkeit, über den Beirat ein strengeres Verfahren des Peer Reviews für das Jahrbuch geltend zu machen. Beide Pro-jekte sollen mit dem nächsten Jahrbuch (4/2004) in Angriff genommen werden. Wie im Impressum auf Seite 4 ausgewiesen, gibt es eine Berliner und ei-ne Siegener Redaktion für das Jahrbuch. Diese Zweiteilung hat sich insge-samt bewährt. Gegenwärtig nehmen die Kollegin A. Ittel und der Kollege L. Stecher diese redaktionelle Aufgabe wahr. Ihnen sei an dieser Stelle für die zeitaufwändige und nicht leichte Aufgabe gedankt. Ab diesem Band soll die Aufgabe der redaktionellen Betreuung der Jahrbücher iterativ wahrgenom-men werden. Entsprechend diesem Plan hat die Siegener Redaktion überwie-gend diesen Band des Jahrbuches bearbeitet. Die redaktionelle Verantwor-tung geht für das Jahrbuch 4/2004 an die Berliner Redaktion über, um dann mit Jahrbuch 5/2005 wieder nach Siegen zurückzuwandern. Das bedeutet praktisch, dass Anfragen und Artikelangebote in diesem Jahr in erster Linie an Berlin ( A. Ittel), im folgenden Jahr an Siegen gerichtet werden sollten. Die Herausgeber, Hans Merkens und Jürgen Zinnecker |
||
| © 2001 - 2012 Jahrbuch Jugendforschung | Impressum | Kontakt |