![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Jahrbuch Jugendforschung |
Aus dem InhaltVorwort der Herausgeber Thema A: Umkämpfte Räume: Delinquente Jugendkulturen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Detlef Briesen Franz-Werner Kersting Thomas Lindenberger Klaus Weinhauer Thema B: Motor, Mobilität. Stadterfahrung.
Jugend im Prozess der Zivilisation Dietmar Fack Claus J. Tully Jürgen Raithel Trends
Wolfgang Gaiser, Martina Gille, Johann de Rijke, Sabine Sardei-Biermann (Deutsches Jugendinstitut) Dagmar Hoffmann Werner Georg Peter Lutze Internationale Länderberichte
Ladislav Machacek Valburga Schmiedt Streck Titel Projekte
|
Das fünfte Jahrbuch
Fünf Ausgaben des Jahrbuchs Jugendforschung Ein kleines Jubiläum ist zu feiern. 2001 wurde das erste Jahrbuch der Fachöffentlichkeit übergeben. Fünf Jahre später folgt bereits die fünfte Ausgabe. Jedes Jahrbuch umfasst rund 400 Buchseiten. Das heißt, wir haben mittlerweile knapp 2000 Seiten der scientific community der Jugendforscherinnen und Jugendforscher gewidmet. Das entspricht dem Umfang von zwei Handbüchern zur Jugendforschung - wir meinen, nicht nur im Umfang, sondern auch in der Qualität. Mehr als 100 Autoren, pro Handbuch runde 20, haben mittlerweile ihre Expertise und ihre aktuellen Forschungsergebnisse in den Jahrbüchern niedergelegt. Was die Aktualität angeht, so dürften wir ein durchschnittliches Handbuch leicht übertreffen. Hier müssen wir uns allerdings an den größeren Möglichkeiten von Fachzeitschriften messen lassen, aktuell zu bleiben. Jedes Jahrbuch entspricht etwa vier Ausgaben eines vergleichbaren Journals, beispielsweise der ZSE (Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisationsforschung). Damit ist zugleich angedeutet, dass die Herausgabe des Jahrbuches recht zeitintensiv ist, wenngleich in anderer Weise getaktet als bei einem viermal im Jahr erscheinenden Fachorgan. Im Mittelpunkt der Jahrbücher stehen die Themenblöcke, jeweils zwei pro Ausgabe. Die 10 Themenblöcke der bisherigen fünf Ausgaben spiegeln die Absichten der Herausgeber recht gut wider, die sie mit den Jahrbüchern verfolgen. Neben der Präsentation und Diskussion theoretischer Modelle und Konzepte geht es dort um eine Weiterentwicklung von Methodologien der Jugendforschung. Das spiegelt sich beispielsweise in dem Themenheft zur Längsschnittforschung (Jahrbuch 2/ 2001) wider, oder in dem zu neuen linguistisch inspirierten Verfahren der Kommunikationsanalyse von Peer Gruppen (Jahrbuch 3/ 2003). Schließlich geht es an dritter Stelle um eine Aufarbeitung aktueller thematischer Schwerpunkte von Jugendforschung, Beispielsweise auf den Gebieten Jugend- oder Schülerkulturen (Jahrbuch 1/2001 bzw. 3/2003). Seit dem Jahrbuch 3/ 2003 verfügt die Redaktion über einen eigenen Internet-Auftritt. Er kann unter www.jahrbuch-jugendforschung.de genutzt werden. Dort finden Sie u.a. die Inhalte der einzelnen Jahrbücher und abstracts in deutscher und englischer Sprache zu allen wichtigen Beiträgen. Die Homepage wurde von Angela Ittel aus der Berliner Redaktion zusammen mit dem Webmaster entwickelt. (Danke!) Zum aktuellen Jahrbuch Das fünfte Jahrbuch behandelt zwei Themenbereiche, zu denen die Jugendforschung bislang wenig geforscht hat. In Thema A wird in vier Aufsätzen der Geschichte delinquenter Jugendkulturen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Bundesrepublik, der DDR und in den USA nachgegangen. Eine thematische Pointe dieses Thementeils besteht in der Fokussierung auf den Kampf um und die Aneignung von öffentlichen Räumen durch lokale jugendliche Gruppierungen. Weil es sich um ein Thema im Rahmen der Zeitgeschichte handelt, haben wir als Gastherausgeber zwei Historiker gefragt, Detlef Briesen und Klaus Weinhauer, diesen Teil zu betreuen. Das Thema B behandelt in drei Aufsätzen unterschiedliche Facetten eines zentralen Bereichs jugendlicher Identitätsgewinnung, insbesondere für die männliche Seite: Motor - Mobilität - Stadterfahrung. Jugend wird hier als eine Bevölkerungsgruppe "im Prozess der Zivilisation" ins Blickfeld gerückt. Unter der Rubrik Trends dürfen wir unter anderem zwei wichtige neue Forschungsprojekte vorstellen, die aus dem gewohnten Rahmen querschnittsorientierter Einzelstudien herausfallen. Mit dem Jugendsurvey des Deutschen Jugendinstituts verfügt die deutsche Jugendforschung erstmalig über ein methodisch kontrolliertes Instrument, um historische Zeitreihen zu bilden. Die Autoren berichten - auf der Basis von drei Befragungswellen, erhoben im Fünfjahresabstand - über die Entwicklung der Politischen Kultur der Jungbürger in West- und Ostdeutschland zwischen 1992 und 2003. Mit der Studie von H. Fend u.a., über die W. Georg berichtet, wird die Erfahrung der Jugendphase in den Zusammenhang des weiteren Lebensverlaufes gestellt. Bei einer solchen Fragestellung waren Jugendforscher bislang auf Fallgeschichten Einzelner angewiesen. Ansonsten blieb diese oft gestellte Forderung nach einer lebenslaufbezogenen Jugendforschung eher Programmatik. Hier gibt eine größere Gruppe von Erwachsenen im Rahmen eines schriftlichen Fragebogens über ihre Jugend in den 1970er Jahren und über ihren weiteren Lebensverlauf Auskunft. Es steht zu erwarten, dass die Ergebnisse dieser Längsschnitt-Studie, die in der nächsten Zeit veröffentlicht werden, zu einer Revision mancher liebgewordenen Vorstellungen über Verläufe und Konsequenzen des Jungseins beitragen werden. Der Aufsatz von W. Georg vermittelt bereits einen Eindruck von diesem Potential der Studie. Die Produktion dieses fünften Jahrbuches lag in der Hand der Siegener Redaktion. Besonderer Dank gebührt Susanne Molnar, die sich in die Layout-Vorschriften des Verlages mit Bravour eingearbeitet hat. Die Redaktion des nächsten Jahrbuches Nr. 6 liegt in den Händen der Berliner Redaktion. Die Herausgeber, Hans Merkens und Jürgen Zinnecker |
||
| © 2001 - 2013 Jahrbuch Jugendforschung | Impressum | Kontakt |